Startseite
Ãœber uns
Mitglieder des UV Barnim
Aktuelle Informationen
Stellenangebote von Mitgliedsunternehmen
Mitglied werden im UV Barnim
Pressemitteilungen des UV Barnim
Beiträge von Mitgliedern des UV Barnim
Nachlese des UV Barnim

Aktuelle Informationen
Aktuelles Zurück zur Übersicht Aktuelles Info ausdrucken


Digitalisierungsworkshop – Wirtschaft 4.0 -im Ofenhaus Bernau


15.11.2017

Foto
Prof. Dr. Jörn Mallok (HNEE), Dr. Randolf Radke (i-Vektor GmbH), Mike Trauer und Andreas Jurrmann (M.-A.Krüger Bauunternehmung GmbH) sowie die Moderatoren Carl-Ernst Forchert (GF der i-vector GmbH) und Peter Mauel (Vorstandsvorsitzender des UV-Barnim e.V.) in der Podiumsdiskussion (v.l)

Nicht wenige Personen aus Politik und Wirtschaft werfen dieser Tage den Begriff „Wirtschaft 4.0“ oder auch Industrie 4.0“ in die Menge. Aber was bedeutet das eigentlich? Es stellt sich weiterhin die Frage „Was hat Wirtschaft 4.0 mit meinem kleinen Mittelständische Unternehmen zu tun – ich habe doch eine Website und ein Smartphone – was denn nun noch?

Dass sich das Ministerium für Wirtschaft und Energie in Brandenburg bereits seit mehreren Monaten mit der Digitalisierungsoffensive im Lande beschäftigt, das bekräftigte in einem Begrüßungswort Frau Dietrich-Kröck – Referentin im Sachgebiet Digitalisierung des MWE. Sie stellte die Digitalisierungsstrategie des Landes vor und warb bei den Gästen um Informationen zu Praxiserfahrungen und Problemstellungen bei der eigenen Umsetzung.
Für die eigentliche Begriffsbestimmung „Wirtschaft 4.0“ hatten sich die Organisatoren für den Digitalisierungsworkshop am 15.11.2017 im Ofenhaus Bernau gleich mal fachliche Unterstützung aus der Wissenschaft geholt. Prof. Dr. Jörn Mallok, unterwegs im Fachgebiet Unternehmensführung und Produktmanagement brachte die Lösung kurz und knackig auf den Punkt. „4.0 bedeutet den Ausbau der Vernetzung digitaler Prozesse“. Beispielhaft benannte Mallok hierbei die Vernetzung vielfältiger Prozesse bei selbstfahrenden Autos, Baumaschinen, Kassensystemen z.B. im Einzelhandel oder auch die Vernetzung in medizinischen Bereichen.
Wie weit das gehen kann und welche Möglichkeiten heute schon real umsetzbar sind, darüber referierte im Anschluss Dr. Randolf Radke, Mitarbeiter der i-vector Investitionsmanagement GmbH und Mitorganisator der Workshops. Nach einem kurzen Ausflug in die Historie der Digitalisierung machte Dr. Radke den Fortschritt der Vernetzung anhand von Quartieren deutlich. Energie – Internet – und das Gesundheitswesen, wie können diese „Quartiere“ im Sinne von 4.0 zusammen wirken? Das Ergebnis war genauso beeindruckend wie es nachdenklich stimmte. Es bleibt allen Gästen wohl das Bild von einem Patienten im Kopf, der zwar in seiner gewohnten Umgebung zu Hause war, aber dafür von einer Flut digitaler Sensorik 7/24 überwacht wird. Fluch und Segen der Vernetzung wurden deutlich. Technologie ja…aber auch noch Menschlichkeit?
Was Digitalisierung in der Bau- und Baunebenbranche kann, zeigten Mike Trauer und Andreas Jurrmann von der Firma M.-A.-Krüger Bauunternehmung GmbH auf. Beide stellten ihre Erfahrungen mit BIM vor. Building Information Modeling beschreibt eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden und anderen Bauwerken mit Hilfe von Software. Wie das in der Praxis aussehen kann, wurde anschaulich z.B. an der Vernetzung von diversen Daten innerhalb einer gemeinsamen 3D-Planung. „Da kann der Hochbauplaner sofort sehen, ob die Rohleitungen des Lüftungsbauers auch da ankommen, wo sie hin gehören“ brachte Jurrmann Vorteile des Werkzeugs auf den Punkt. Späteren Probleme oder Fehlplanungen können so frühzeitig entgegen getreten und dadurch Zeit und Kosten gespart werden. Das BIM noch viel mehr kann, insbesondere Kosten sparen für den späteren Bewirtschafter eines Objekts, konnten die beiden – der Zeit war es geschuldet- nur anreißen.
Der Vorsitzende des Unternehmerverbandes, Peter Mauel, referiert im Anschluss dann noch einmal sehr praxisnah was Digitalisierung im Rechtsgeschäft bedeuten kann. Nämlich auch Unverständnis, Planlosigkeit und mangelnde Kommunikation. Die Rede war von einer gesetzlichen Neuregelung, die den Dokumentationsverkehr zwischen Rechtsanwälten und Gerichten ab 2018 ausschließlich auf einem elektronischem Wege erlaube. Papierhafte Dokumente würde man bei Gericht nicht mehr akzeptieren, geschweige bearbeitet. Auch eine teure neue Softwareanwendung muss zwangsweise von allen Anwaltsbüros angeschafft werden. „Man werde sehen, was dann ab Januar passieren wird, da viele der Betroffenen noch keine entsprechenden Vorbereitungen getroffen haben“, sagte Mauel.
Nach den Impulsvorträgen folgte noch eine Podiumsdiskussion, die interaktiv mit den Gästen im Saal moderiert wurde. Alle Referenten stellten sich noch einmal den Fragen der Teilnehmer und Moderatoren.
Ein interessanter Abend, der natürlich aber nicht alle Fragen zur Digitalisierung beantworten konnte. Aber ein gelungener Beitrag zur Sensibilisierung der Unternehmen den Digitalisierungsprozess nicht zu verschlafen.

Die Beiträge des Abends in Schriftform finden Sie in der Anlage

weitere Informationen:
Vortrag Prof. Dr. Jörn Mallok zur Definition Wirtschaft 4.0
Vortrag zu BIM Mike - Trauer und Andreas Jurrmann
Digitalisierungsstrategie des Landes Brandenburg



Aktuelles Zurück zur Übersicht Aktuelles Info ausdrucken


Aktuelle Veranstaltungen


27.06.2018 Termin in Outlook speichern (nur mit Internet Explorer möglich)
8. Unternehmertag an der HNEE
12:00 Uhr, Ort: HNE, Waldcampus, Eberswalde
Thema: "Unternehmensnachfolge mal anders gedacht..."


Weiterlesenalle Termine...

Beiträge & Videos


LoginKontaktImpressumDatenschutz