Aktuelle Information des Unternehmerverband Barnim e.V.


Dieselgate, Fahrverbote - wo f├╝hrt das noch hin?
12.11.2018


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UVB-Stammtisch h├Ârte Sichtweise der Automobilindustrie, aber wenig Antworten

Eberswalde. ÔÇ×Wo dr├╝ckt der Schuh?ÔÇť, hie├čt es auf dem November-Stammtisch im Paul-Wunderlich-Haus. Schon traditionsgem├Ą├č bot der Vorstand wieder ein Diskussionsforum, um von den Unternehmen zu h├Âren, welche Probleme sie besch├Ąftigen und was davon in die Verbandsarbeit einflie├čen soll.
Eine Sorge vieler Barnimer Firmen lag auf der Hand und stand diesmal deshalb im Mittelpunkt: Die drohenden Fahrverbote f├╝r Dieselfahrzeuge in mehreren deutschen St├Ądten, darunter dem f├╝r unsere Wirtschaft wichtigen Markt Berlin.
Dr. Jacob Seiler, Technikreferent vom Verband der Automobilindustrie, bekannte nach den j├╝ngsten Gerichtsurteilen, dass es sich nicht mehr nur noch um Drohungen handele. ÔÇ×Die Fahrverbote werden kommen, wir m├╝ssen damit umgehenÔÇť, erkl├Ąrte er. Nur wisse niemand, auch die Politik nicht, wie. Wenn tats├Ąchlich alle Fahrzeuge, die nicht die Euro-Norm 6d haben, ausgesperrt blieben, k├Ânnten ganze Innenst├Ądte regelrecht unversorgt bleiben.
Die Automobilindustrie bleibe bei ihren Angeboten von Softwareupdates und Pr├Ąmien f├╝r den Kauf eines modernen Autos, lehne aber die Hardwarenachr├╝stung in gro├čem Stil als unvern├╝nftig, technisch nicht zielf├╝hrend und auch zu teuer ab.
Bei aller Diskussion um Zweifel an der Richtigkeit und Sinnhaftigkeit der Grenzwertfestlegungen und erlassenen Verbote nur in Deutschland blieb am Ende eigentlich nur eine L├Âsung: die Fahrzeugflotte alter Diesel durch neue zu ersetzen. Dass dies f├╝r Klein- und Mittelst├Ąndische Betriebe wie im Barnim nicht zu bew├Ąltigen ist, sei klar, so Seiler. Da m├╝sse die Politik auf jeden Fall noch reagieren, ob mit Ausnahmegenehmigungen oder Finanzierungshilfen, spielte er den Ball von der Autoindustrie zur Politik zur├╝ck.
Die Runde zeigte am Ende, dass alle Fragen zum konkreten Umgang mit den Verboten noch offen sind. Niemand wisse bisher, ob es Ausnahmegenehmigungen geben wird, welche und wo und wie sie gegebenenfalls zu beantragen sind.
UVB-Chef Peter Mauel versprach, dass der Verband die Entwicklungen bei diesem Thema genau verfolgen und seine Stimme f├╝r die Mitgliedsunternehmen einbringen werde.
Das Spektrum der dann noch angerissen Themen war weit und reichte von Infrastruktur, unabgestimmten Stra├čensperrungen, besseren Taktzeiten f├╝r die Bahnverbindungen, der Suche nach Fach- und Arbeitskr├Ąften, fehlenden Lehrern an Barnimer Schulen bis hin zu immer wieder kehrenden Sorgen mit den Verwaltungen und der B├╝rokratie, die unternehmerische Aktivit├Ąten bremsen.



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