• Datenschutzerklärung
  • Impressum
  • Home
  • Aktuelles
      • Back
      • News
      • Back
      • News
      • Pressemitteilungen
      • Aktuelle Veranstaltungen/Termine
      • Suche-Biete-Börse
      • Nachlese
  • Mitgliedschaft
      • Back
      • Mitglied werden Menue
      • Back
      • Mitglieder
      • Mitglied werden
      • Wer kann Mitglied werden
      • Downloads & Formulare
      • Login
  • Über uns
      • Back
      • Vorstand
      • Back
      • Aufgaben und Ziele
      • Vorstand
      • Über uns
  • Kontakt
      • Back
      • Kontaktanfrage
      • Datenschutzerklärung
      • Impressum
  1. Aktuelle Seite:  
  2. Startseite
  3. Aktuelles
  4. Pressemitteilungen
  5. Blick über den Tellerrand – Zwischen Realität und Morgen - Was, wenn alles anders kommt?
Fotos: UV-Barnim e.V.

LKA - Soko Cybercrime zu Gast beim Unternehmerverband Barnim e.V.

So mancher Zuhörer wird am Morgen des 15.06.23 mit etwas anderen Augen und auch mit noch mehr Aufmerksamkeit seine E-Maileingänge zur Kenntnis genommen haben.

Grund für diese „besondere“ Betrachtung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Unternehmerveranstaltung des UV-Barnim e.V vom Vorabend gewesen sein. Am 14.06.23 hieß es hier nämlich im Bernauer Ofenhaus

„Gefahren aus dem (Daten-) Netz – Wie sich Unternehmen schützen können“.

Zu Gast war u.a. Denny Speckhahn, Leiter der Soko Cybercrime vom LKA Brandenburg. Speckhahn konfrontierte die Anwesenden gleich zu Beginn mit eindrucksvollen (man könnte auch gut behaupten mit erschreckenden) Zahlen von tagtäglichen Cyberattacken auf Unternehmen und sonstige Institutionen.  Dabei würde die Dunkelziffer, also die Zahl der nicht zur Anzeige kommenden Cyberattacken, noch deutlich höher sein. "Viele Unternehmen kommen eher den hohen Zahlungsaufforderungen der Angreifer nach um verlorene Daten wieder zu erhalten" so der Spezialist vom LKA. Denn genau hierauf legen die Täter den Focus bei ihren Angriffen. Der Großteil der Cyberattacken wird im Zusammenhang mit dem Einbringen von „Ransomware“ in die Computersysteme der vermeintlichen Opfer gestartet. Diese Schadsoftware  verschlüsselt zumeist die Daten auf dem Gerät und nicht selten auch auf allen Geräten im Netzwerk und in den Backupsystemen. "Die Täter gehen dabei hoch professionell vor" hob Speckhahn hervor. Wurden die Daten dann erst einmal verschlüsselt, sind diese für das Opfer des Angriffs verloren. Es gibt aktuell keine Möglichkeit durch Dritte die verschlüsselten Daten wiederherzustellen. Entsprechendes Entsetzten auf diese Aussagen des Spezialisten waren dann auch in vielen Gesichtern im Ofenhaus zu erkennen. Einzige Möglichkeit die verlorenen Daten wieder zu bekommen ist die Lösegeldzahlung zumeist in kryptischer Währung (z.B. Bitcoin).  

Denny Speckhahn hatte aber nicht nur verschreckende Zahlen und Praxisbeispiele im Gepäck, sondern brachte auch eine Vielzahl von Präventionsmaßnahmen mit, die jeder in den notwendigen Ausbaustufen verpflichtend ergreifen sollte. Die wichtigste Information dabei war dann auch der zwingend sensible Umgang mit E-Maileingängen, insbesondere wenn in diesen zum Öffnen von Anhängen oder Link – Verknüpfungen aufgefordert wird. In diesen Links verbirgt sich nämlich häufig die Schadsoftware mit den teils verheerenden Auswirkungen.    

Frau Stine Ullmann von der HISCOX Deutschland, einem Spezialversicherer u.a. auch für Cyberversicherungen, würde genau dann ihre Arbeit beginnen, wenn es dann doch zum Schadensfall gekommen ist. Vorausgesetzt natürlich, dass das geschädigte Unternehmen (vor dem Cyberangriff) eine spezielle Cyberversicherung abgeschlossen hat. „Ich spreche heute in Vertretung für viele Cyberversicherer“ so Ullmann in ihren einleitenden Worten. „Es ist nur elementar wichtig, dass sie eine diesbezügliche Absicherung gegen den Fall der Fälle besitzen“ so Stine Ullmann weiter.   Im Laufe ihrer Ausführungen informierte die Expertin über mögliche Risiken, Deckungsinhalte von möglichen Versicherungen, Praxisbeispielen von Schäden aus dem täglichen Geschäft sowie zukünftigen Herausforderungen der Cyberversicherer.    

Alle Gäste waren nach den Vorträgen ziemlich beeindruckt und nachdenklich. Und wie oben bereits erwähnt wird die eine oder andere Mail jetzt doch mit mehr Achtsamkeit geöffnet (oder eben nicht!)

Präsentation LKA - Herr Speckhan:       folgt

Präsentation HISCOX - Frau Ullmann: 

Ordentliche Mitgliederversammlung des UV-Barnim 2023

Mitgliederversammlung des UV-Barnim e.V. mit Block zur Wissensvermittlung

Bevor sich die Anwesenden am 10.05.2023 im Zoo Eberswalde den Jahresabschlüssen, Mitgliedervorstellungen und Beschlussfassungen widmeten, gab es vorab einen Informationsblock zu verschiedenen Vorsorgethemen. 

Michael Kohl, Mitglied des UV-Barnim e.V. und beruflich als Vermögensberater für die Deutsche Vermögensberatung tätig, informierte und sensibilisierte die gut 40 anwesenden Verbandsmitglieder zu Vorsorgefragen. 

"Was passiert, wenn Sie ausfallen und nicht mehr handlungsfähig sind? Wer entscheidet, wie Sie im medizinischen Notfall behandelt werden? Wer kann etwas Vertragliches regeln, z.B. Finanzamt, Mietverträge, etc. – privat und für Ihr Unternehmen? Wer erhält das Sorgerecht für die Kinder? Wer erhält im Todesfall was?"

Fragen, die für jeden von Bedeutung sind und zu deren Beantwortung so mancher Gast schon ein Weile zum Nachdenken brauchte.

Gut, dass in den folgenden knapp 30 Minuten aber auch viele Hinweise, Empfehlungen und Vorschläge von Kohl präsentiert wurden, die, wenn es einmal zu diesen Notsituationen kommt, zumindest die Aufrecherhaltung von Prozessen im Unternehmen aber auch zur Absicherung  im privaten Umfeld dienlich sein können.   

Neben umfangreichen Erläuterungen zur Notwendigkeit von Vollmachten gab Kohl auch Empfehlungen bei welchen Institutionen Vollmachten abgeschlossen werden können und wo diese dann später aufbewahrt werden sollten. Wichtig sei nämlich, dass die Vollmacht im Erstfall auch schnell gefunden wird um diese nachfolgend zur Anwendung zu bringen.

Die detaillierte Präsentation von Herr Kohl wird zeitnah hier veröffentlicht.

Im Nachgang fand dann die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Diese wurde durch den Geschäftsführer Sven Rathmann eröffnet. Neben den klassischen Tagesordnungspunkten einer Mitgliederversammlung, nämlich Jahresabschlüssen, Tätigkeitsberichten, Kassenprüfungsberichten und letztendlich der Vorstandsentlastung, gab es auch einen Ausblick über anstehende Termine und Veranstaltungen. Mark André Krüger gab dabei detailliert Auskunft über aktuelle Themen der internen Arbeitsgruppen sowie zu geplanten Unternehmerveranstaltungen in diesem laufenden Geschäftsjahr. Termine und Veranstaltungsinfos sind auf der Website des UV-Barnim jederzeit abrufbar.

Neben den klassischen Versammlungsthemen gabe es auch in diesem Jahr eine Vorstellungsrunde neuer Verbandsmitglieder. Von den 14 neuen Mitgliedern in 2022 waren 9 Neumitglieder mit dabei und präsentierten in Kürze ihr Tun und Handeln als Unternehmer und gaben natürlich auch die eine oder andere Information über ihr privates Umfeld preis.

Im Anschluss konnten die anwesenden Mitglieder mit gutem Essen und kühlen Getränken den Abend auf der Terrasse der "Großen Zoogaststätte" ausklingen lassen und die Gelegenheit für den direkten Austausch nutzen.

Der Vorstand

Strategietagung - Vorstand bespricht weiteres Vorgehen in der Verbandsarbeit

Gute Stimmung und gute Ergebnisse bei Kaiserwetter,..

so kann die diesjährige Strategietagung des Verbandsvorstandes gut und gerne überschrieben werden.

Vom Kaiserwetter konnten die Vorstandsvertreter dann aber doch nur indirekt profitieren, da die Tagung in Ringhotel Schorfheide dann eben doch drinnen abgehalten wurde.

Dennoch kamen an diesem Freitagnachmittag alle positiv gestimmt zur Tagung und diskutierten bis in die Abendstunden über den aktuellen Stand und künftige Ausrichtung der Verbandsarbeit.

Schwerpunkthemen bei den Gesprächen waren neben der Ideenfindung und Vorplanung von künftigen Unternehmerveranstaltungen, der Weiterführung und Neuauflage von Arbeitsgruppen zu fachdienlichen Themen, Überlegungen, wie der Verband seine Öffentlichkeitsarbeit verbessern kann auch die Suche nach Ansätzen zur aktiven Förderung von Ausbildung und Studium in der Region. 

Insbesondere zu letzterem Punkt wurden Möglichkeiten diskutiert, wie ausgewählte Studenten der HNEE aber auch Auszubildende, die im Barnim ihr Lehre absolvieren, unterstützt und begleitet werden können. Generell hat sich der Vorstand eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachbereichen der HNEE ins Pflichtenheft geschrieben. Dabei wird es u.a. um Projektunterstützung und Kooperation z.B. im Rahmen des jährlich Unternehmertages gehen.

Vorstandsvorsitzender Mark-Andre Krüger legte zudem großen Wert darauf, dass sich unsere Mitgliedsunternehmen künftig noch mehr in die Wissensvermittlung des Verbandes einbringen sollten. Dabei verwies der Vorsitzende insbesondere auf die hohe Fachkompetenz unserer Mitgliedsunternehmen, die mit enormer Expertise und Erfahrung anderen Mitgliedern hilfreich durch gezielte Wissensvermittlung zur Seite stehen können. Speziell zu diesem Thema wird der Vorstand dann auch in den kommenden Wochen und Monaten auf die Mitglieder zugehen. Ein erster Schritt in diese Richtung konnte z.B. mit der Einladung von Herrn Michael Kohl (Deutsche Vermögensberatung) für einen Kurzvortrag auf unserer Mitgliederversammlung gemacht werden. Herr Kohl wird am 10.05.23 zu verschiedenen Vorsorgethemen sprechen und damit sein Wissen und seine Empfehlungen an andere weitergeben.    

Auch die Zusammenarbeit mit regionalen Kommunen und Institutionen soll künftig vertieft werden. Regelmäßige Termine mit Bürgermeistern (wie bereits in 2022 praktiziert) sollen beibehalten werden und die Zusammenarbeit mit IHK und HWK intensiviert werden. Auch hier gibt es bereits erste Ergebnisse. UV-Barnim und IHK Ostbrandenburg werden am 15.05.2023 eine gemeinsame Informationsveranstaltung zum Projekt "B167N" durchführen. Die Einladungen gehen spätestens in der 18. KW raus.

Im Resümee zur Vorstandsarbeit und in Auswertung des Erreichten in der Projektarbeit im vergangenen Jahr, zeigte sich der Vorsitzende Mark-André Krüger sehr zufrieden. "Alle Vorstände leisten ihren Anteil und gewähren somit eine erfolgreiche Gremienarbeit" so Krüger abschließend. 

Mit Freude und auch etwas stolz wurde die Entwicklung der Mitgliederzahlen im vergangenen Jahr resümiert. 13 Neumitglieder in einem Jahr, das gab es lange nicht mehr. Ein sehr positiver Trend, den es gilt fortzuführen,  

Fotos: UV-Barnim e.V.

Möglichkeiten und Chancen aus Kooperationen mit der HNEE

Wie können Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNEE) und Unternehmen im Barnim voneinander partizipieren?

Zu einem Treffen mit o.g. Überschrift lud der Unternehmerverband Barnim e.V. am vergangenen Mittwoch seine Mitglieder in die „Große Zoogaststätte“ nach Eberswalde ein.

„Die Idee zu einem solchen Format kam bei einem lockeren Gedankenaustausch  mit Vertretern der hiesigen Hochschule im Januar dieses Jahres“, so führte Anja Kaminski, Inhaberin der Firma Bildungscontrolling und Beratung sowie Stellv. Vorsitzende des Unternehmerverbandes Barnim, in die Veranstaltung ein.

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Gespräche und Informationen über potentielle Angebote und Bedarfe verschiedenster Bereich auf Seiten der Hochschule aber auch bei Unternehmen in der Region. „Bislang konnten wir diese Themen aber nie richtig bündeln um sie dann an unsere Mitgliedsunternehmen gezielt weiter zu reichen“ so Kaminski weiter in ihrem Eröffnungsstatement.

Genau dieses Manko sollte und konnte an diesem Abend, zumindest in einem ersten großen Schritt, bereinigt werden. Mit insgesamt 7 Protagonisten in 5 Themenblöcken war die Hochschule dann auch sehr gut vertreten. Kerstin Lehmann, Leiterin des Bereiches InnoSupport Forschung | Gründung | Transfer an der HNEE sowie zentrale Ansprechpartnerin für die Mitglieder des UV-Barnim, informierte Themenübergreifend über die vielseitigen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Hochschule und Praxisbetrieben. Im Nachgang wurden die Angebote dann konkreter und mit vielen Praxisbeispielen unterlegt. Josefine Brodhagen vom Career Service der HNEE berichtete u.a. über das Jobportal, welches es Studierenden wie auch Unternehmen ermöglicht, passende Partner für Einstiegsjobs, Abschlussarbeiten, Projektarbeiten, Praktika oder auch Nebenjobs zu finden.

Dr. Josefa Scalisi erweiterte das Angebotsspektrum mit Praxisbeispielen für gemeinsame Forschungsprojekte und fügte in diesem Zusammenhang ein aktuelles Projekt der Zusammenarbeit mit dem Rofinpark in Eberswalde an. „Es müssen auch nicht immer hoch komplexe Aufgabenstellungen sein, die von den Studierenden für den Praxispartner zu bearbeiten sind. Es können auch kleinere Fragestellungen sein, für die bei den Auftraggebern schlicht die Ideen oder die Zeit fehlen“ so Dr. Scalisi.     

Maria Wichmann und Prof. Alexander Conrad vom Projektteam „Inno4Ufo“ haben sich dem Thema der Unternehmensfortführung im ländlichen Raum gewidmet. Wirft eine Unternehmensfortführung nicht ohnehin schon diverse Problemstellungen auf, so gestaltet sich die Fortführung einer Firma auf dem Lande noch wesentlich schwieriger. Hier bietet das Projekt „Inno4Ufo“ handfeste Unterstützung an.

Abgerundet wurde der Blumenstrauß an Angeboten durch Prof. Dr. Jörn Mallok und Maik Dirsat die das Leistungsspektrum des Kompetenzzentrums 4.0 in seiner Vielseitigkeit vorstellten. Das Kompetenzzentrum 4.0 unterstützt insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten sowie bei Projekten zum Ausbau der gegenseitigen Wertschöpfungsketten.    

Im Fazit bleibt festzuhalten, dass die hiesige Hochschule weit mehr für die regionalen Unternehmen zu bieten hat, als vielen bekannt ist. Der überwiegende Teil dieser Angebote ist darüber hinaus auch noch kostenneutral für den Unternehmenspartner. Spannend war zu sehen, wie noch am Abend beim get together die ersten Gespräche geführt und Folgetermine vereinbart wurden.

Die Veranstaltung war somit rundum ein Erfolg für beide Seiten.

Präsentation / Kontaktdaten Kerstin Lehmann / InnoSupport Forschung | Gründung | Transfer HNEE                             Übersichtsschaubild Kooperationsangebote InnoSupport

Präsentation / Kontaktdaten Josefine Brodhagen / Career Service HNEE

Präsentation / Kontaktdaten Dr. Josefa Scalisi / ENE - Projkete

Präsentation / Kontaktdaten Maria Wichmann und Prof. Alexander Conrad / Inno4Ufo

Kontaktdaten Prof. Jörn Mallock und Maik Dirsat / Kompetenzzentrum 4.0

Mit besten Grüßen

Vorstand UV-Barnim e.V

 

Im Sog der Energiekrise

(moz / 12.01.23) Die  im Unternehmerverband Barnim organisierten Firmen schauen mit einer Mischung aus Zuversicht und Sorge in die Zukunft.

Sie werden es schon gebacken kriegen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Birte und Björn Wiese sind zumindest vorsichtig optimistisch, die Krise zu überstehen, sie zu meistern. Die Eberswalder Privatbäckerei bekommt vor allem die steigenden Energiepreise zu spüren. Aber dank des Entlastungspakets des Bundes, das unter anderem eine Gas- und Strompreisbremse vorsieht, bleibe dem Unternehmen des Schlimmste erspart. Das „Horrorszenario“ hätte für die Bäckerei Mehrkosten von 120.000 bis 140.000 Euro bedeutet, sagt Björn Wiese. Die man schwer hätte kompensieren können. Dank der Unterstützung aus Berlin rechnet der Inhaber nunmehr mit einem Plus von 50.000 bis 60.000 Euro. Immer noch eine Hausnummer. Da heißt es: Einsparen. Etwa durch den aktuellen Umbau im Café Gustav.

Die Bäckerei Wiese steht für viele Unternehmen im Barnim. Und die Situation ist beinahe exemplarisch, wie Sven Rathmann, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Barnim, bestätigt. Ende vorigen Jahres hat der 126 Mitglieder zählende Verband eine Umfrage unter diesen durchgeführt. Um eine solide Datenbasis und ein repräsentatives Stimmungsbild in diesen herausfordernden Zeiten zu erlangen. „Als wir mit der Vorbereitung dieser Umfrage starteten, stand vor allem der Fachkräftebedarf im Fokus“, so Rathmann. Aufgrund der anhaltenden Energiekrise habe man jedoch dieses Thema verstärkt in den Mittelpunkt gerückt. Mit einem Ergebnis, das wenig überraschen dürfte. Demnach sind 80 Prozent der Mitgliedsfirmen aktuell direkt von der Entwicklung auf dem Strom- und Wärmemarkt betroffen, fasst Rathmann zusammen. Davon wiederum sprechen etwa 75 Prozent von „spürbaren Auswirkungen“, knapp 20 Prozent von „geringen“ und immerhin gut fünf Prozent von „existenzbedrohenden“.

Die Werte zu den befürchteten Folgen für 2023/24, also der Blick in die Zukunft, sei sogar noch etwas düsterer. Demnach sehen um die 89 Prozent der Firmen Auswirkungen auf sich zukommen, darunter zehn Prozent mit dem existenzbedrohendem Potenzial. Mit am härtesten seien Unternehmen der Logistikbranche betroffen.

29 Prozent der befragten Barnimer Unternehmen schätzen überdies ein, dass sich ihre Marktposition innerhalb der Branche künftig verschlechtern wird. 53 Prozent sprechen von „gleichbleibenden“ Chancen und immerhin 18 Prozent von besseren. Laut Rathmann ein Wert, der durchaus auch Mut macht. Immerhin gehen unterm Strich 71 Prozent davon aus, ihre Position halten (oder eben verbessern) und sich so am Markt behaupten zu können.

Neben den teils explodierenden Energiepreisen sei nach wie vor die Sicherung des Fachkräftebedarfs das beherrschende Thema für die Barnimer Wirtschaft, erklärt Rathmann in Auswertung der Umfrage weiter. Aktuell bilden 64 Betriebe selbst aus. Das allein reicht aber offensichtlich nicht aus. Für 2023/24 werden der Erhebung zufolge mehr als 200 Mitarbeiter gesucht. Vor allem die Dienstleistungsbranche und das Bauhauptgewerbe würden einen Fachkräftemangel beklagen.

Die Firmen, die im Unternehmerverband Barnim organisiert sind, beschäftigen insgesamt zirka 6460 Mitarbeiter und 584 Azubis. Die Bandbreite reicht vom Bauhaupt- und -nebengewerbe über den Handel und die Industrie bis hin zu den sogenannten freien Berufen, etwa Architekten oder Rechtsanwälten. Zu den Flaggschiffen, den mitarbeiterstärksten Mitgliedern, würden laut Rathmann etwa der Gesundheitskonzern GLG, die Kreiswerke Barnim, Krüger Bau aus Bernau oder die Unternehmensgruppe Platz in Eberswalde gehören. Ebenso natürlich der Kranbau Eberswalde, hofft Rathmann gleichsam auf den Fortbestand und auf eine Zukunft für den Traditionsbetrieb. Als erfreulich wertet er überdies, dass die Mitgliederzahl nicht nur stabil ist, sondern dass der Verband im vergangenen Jahr auch neue Mitstreiter gewonnen hat. Etwa mit Renggli, ein Schweizer Unternehmen, das in Eberswalde gerade Deutschlands größtes Holzmodul-Werk errichtet.

Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Umfrageergebnisse, die die Sorgen der Wirtschaft spiegelt, hat die Stadtverordnetenversammlung von Eberswalde auf ihrer Sitzung beschlossen, das Wachstums- und Konjunkturpaket um 150.000 Euro aufzustocken. Damit erhöht sich der Fonds auf 200.000 Euro für 2023. Aus dem Topf sollen vor allem Investitionen sowie Maßnahmen zur Fachkräftesicherung gefördert werden. Das Referat für Wirtschaftsförderung ist beauftragt, die entsprechende Richtlinie dafür bis Februar anzupassen. Laut Dezernent Jan König liegen von bereits Anträge auf Unterstützung vor.

Und Bäcker Wiese? Bäckt er jetzt kleinere Brötchen. Keineswegs, auch wenn er das Sortiment 2022 gestrafft hat. Vor allem bei Brot, wie er sagt. Überdies habe er im Oktober bereits einmal die Verbraucherpreise angepasst. Dafür, so fügt er gleich hinzu, habe er aber auch die Löhne für die Mitarbeiter um etwa zehn Prozent erhöhen können. Als Inflationsausgleich. Möglicherweise müsse man im Frühjahr noch einmal schauen, ob die Preise für Schrippe, Schnecke, Torte und Co. angehoben werden müssen. „Vielleicht um drei bis fünf Prozent.“ Eine Kostenersparnis erhoffen sich Wieses zudem vom Umbau des Café Gustav. Die Beleuchtung wird auf LED umgerüstet, die neue Theke wird mit einer energieeffizienteren Kühlung ausgestattet. Langfristig gebe es Überlegungen, die Produktion mehr in die Tagesstunden zu verlagern. Und für die Öfen, zwei sind bereits auf Elektro umgestellt, Solarenergie zu nutzen.        

.........

Sehr geehrte Mitglieder des Unternehmerverband Barnim,

in dem obigen Presseartikel sind viele Ergebnisse aus der kürzlich durch den UV-Barnim durchgeführten Mitgliederbefragung eingegangen. Wir bedanken uns hiermit nochmals ganz herzlich bei ihnen für ihre zahlreiche Teilnahme und Rücksendung der Fragebögen. Nicht zuletzt diesen von ihnen gelieferten Zahlen ist es zu verdanken, dass sich die Stadtverordnetenversammlung Eberswalde nun doch zur Aufstockung des Wirtschafts- und Konjunkturpaketes 2023 - um 150 TEUR auf jetzt 200 TEUR - entschieden hat. Der Unternehmerverband wird die Umfrageergebnisse weiter intensiv dafür nutzen, im Interesse unserer regionalen Unternehmen zu argumentieren und zusätzliche Maßnahmen und Denkastöße in diese Richtung zu leisten.

Vorstand UV-Barnim e.V.     

Seite 6 von 11

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10

Aktuelles

  • News
  • Pressemitteilungen
  • Aktuelle Veranstaltungen
  • Nachlese

Über uns

  • Mitglieder
  • Aufgaben und Ziele
  • Vorstand
  • Über uns

Hilfreiche Links

  • Suche-Biete-Börse
  • Arbeitgeber-Jobbörse
  • Fachkräfteportal Brandenburg
  • Arbeitsrechte.de
  • Jobbörse.de

Kontakt

  • Kontaktanfrage
  • Datenschutzerklärung
  • Impressum
  • Facebook
© 2026 Unternehmerverband Barnim e.V. • Biesenthaler Straße 71 • 16227 Eberswalde